Herausforderungen beim Anbau von Autoflower-Samen

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Die Herausforderungen beim Anbau von Autoflower-Samen

Autoflower- beziehungsweise tagneutrale Cannabis-Samen sind bei Homegrowern und großflächigen Cultivators durch ihren schnellen Wachstumszyklus beliebt geworden. Trotz ihres Rufs, anfängerfreundlich zu sein, ist der Anbau von Autoflower-Strains jedoch nicht einfach.

Wir haben unzählige Felder mit Zwergpflanzen und schlechten Erträgen gesehen, wenn die Bedingungen nicht gepasst haben. Für großflächige Cultivators empfehlen wir Autoflower-Samen ausdrücklich nicht. Für einen schnellen und spaßigen Homegrow können sie aber richtig Freude machen.

Autoflower-Startguide

Unseren Autoflower-Startguide findest du hier: ÖFFNEN →

Die wichtigsten Punkte beim Anbau von Autoflower-Cannabis-Samen
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Pflanzenstress killt Autoflowers

Autoflower-Pflanzen sind darauf programmiert, bei den ersten Stressanzeichen in die Blüte zu gehen — und sie können schon dann blühen, wenn sie nur wenige Zoll hoch sind. Die Liste möglicher Stressfaktoren ist lang, und die Bedingungen so ideal wie möglich zu halten, ist der schwierigste Teil. Zwar können sie bis zu etwa 10 Wochen bis zur Reife durchhalten, aber viele Grower stressen Sämlinge früh so stark, dass sie kaum 6 Wochen schaffen und nur winzige Erträge bringen. Die frühe Lebensphase ist entscheidend, damit eine etablierte Pflanze entsteht, bevor sie blüht.

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Variabilität

Selbst gut gezüchtete Autoflower-Samen sind empfindlich, und wir sehen im Allgemeinen weniger Heterosis als bei Full-Term-Sorten. Diese Variabilität führt oft zu uneinheitlichen Ergebnissen, besonders bei unerfahrenen Growern, die spezifische Probleme noch nicht richtig diagnostizieren können. Autoflowers entstehen aus zwei Eltern, die aus Samen gestartet wurden, oder durch Selbstbestäubung — und zwei Samen sind niemals exakt gleich. Bei Full-Term-Pflanzen können Eltern klonal vermehrt werden, was eine deutlich bessere Heterosis absichern kann.

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Ein kurzer Lebenszyklus

Autoflowering-Pflanzen wechseln automatisch von der vegetativen Phase in die Blüte, unabhängig von der Lichtdauer. Das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ermöglicht es schnellere Ernten — oft innerhalb von 10 bis 12 Wochen vom Samen bis zur Ernte. Andererseits haben Grower nur wenig Zeit, Fehler zu korrigieren. Wenn in der frühen Phase Probleme auftreten, bleibt oft nicht genug Zeit zur Erholung, bevor die Pflanze in die Blüte geht. Stress in jungen Pflanzen führt zu früher Blüte und schlechtem Ertrag. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass man indoor 24 Stunden Licht geben und schnell große Pflanzen ziehen kann. Wir empfehlen 18–24 Stunden Licht für maximales Wachstum.

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Umpflanzen und Auspflanzen

Der ideale Weg, einen Autoflower-Sämling zu starten, ist direkt in dem Topf oder Beet, in dem er sein restliches Leben verbringen wird. Sämlinge reagieren in den ersten Tagen sehr empfindlich darauf, wurzelgebunden zu werden, was sehr frühe Blüte auslösen kann. Wir haben Haufen von 6 Zoll hohen Pflanzen mit einer einzigen winzigen Cola gesehen, die schon reif waren, weil sie nur wenige Tage zu lang in Anzuchttrays standen. Wenn die Pfahlwurzel den Boden des Containers erreicht, sendet sie ein Signal: Zeit zu blühen. Auch Wurzelschäden beim Umpflanzen können frühe Blüte auslösen.

Für großflächige Outdoor-Pflanzungen verwenden wir biologisch abbaubare Anzuchtplugs namens Earth Pots von OBC Northwest. Wir pflanzen Sämlinge innerhalb von 10 Tagen nach dem Auflaufen um, wenn sie nur 2–4 Zoll hoch sind. Autoflowers im großen Maßstab anzubauen ist besonders schwierig, weil das Timing beim Umpflanzen perfekt sitzen muss.

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Temperatur ist wichtig

Wenn Autoflowers nach draußen kommen, müssen die Temperaturen warm, aber nicht zu heiß sein. Sowohl Kältestress als auch Hitzestress können junge Pflanzen triggern oder ihr Wachstum stark verlangsamen. Für die ersten Wochen draußen empfehlen wir Lufttemperaturen zwischen 55–80 °F.

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Lichtbedarf

Auch wenn Autoflowering-Pflanzen weniger abhängig von Lichtzyklen sind als photoperiodische Strains, brauchen sie trotzdem ausreichend Licht, um gut zu wachsen. Viele Grower machen den Fehler, zu wenig Licht zu geben, was zu spargeligen Pflanzen und niedrigen Erträgen führen kann. Ideal sind mindestens 18 Stunden Licht pro Tag. Zu wenig Licht kann außerdem die Fähigkeit der Pflanze beeinflussen, Cannabinoide und Terpene zu produzieren, was letztlich die Qualität senkt. Grower nehmen oft an, dass Autoflowers in Jahreszeiten mit weniger als 12 Stunden Licht ideal wären — tatsächlich gilt: gib ihnen weniger, und sie geben dir weniger.

Autoflowers sind ideal für Outdoor-Grower im Frühjahr, wenn die Tageslängen zunehmen. Oder für Indoor-Grower, die fast durchgehend Licht liefern können. Die mit Abstand größten Autoflowers, die wir je gesehen haben, wurden in Alaska unter mehr als 20 Stunden Licht angebaut.

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Bodenbedingungen

Autoflowers wollen ihre Wurzeln ausbreiten. Wenn du stark verdichteten Boden hast, solltest du nicht viel Wachstum erwarten, bevor die Pflanzen blühen. Bereiche in Farmer-Feldern mit Verdichtung sind am Ende eines Auto-Grows extrem offensichtlich: dort stehen winzige Pflanzen. Für Container-Grower ist eine leichte, lockere Erde ideal.

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Topfgrößen

Wenn du Autoflowers in Töpfen anbaust, hängt die perfekte Größe von deinen individuellen Bedingungen ab. Baust du outdoor im Frühsommer in einer Region mit langen Tagen an, können Pflanzen sehr groß werden und brauchen entsprechend größere Töpfe. Indoor oder in Nebensaisons reichen kleinere Töpfe. Der Haken: Wenn sie in einen zu kleinen Topf gepflanzt werden, blühen sie früh, sobald die Pfahlwurzel den Boden erreicht. Ein zu großer Topf für eine Pflanze, die nur wenige Monate lebt, ist aber Verschwendung. Wir empfehlen mindestens einen 3-Gallonen-Topf, draußen sind jedoch meist keine größeren als 10 Gallonen nötig. Wir haben auch 1-Gallonen-Töpfe verwendet; das kann funktionieren, aber erwarte keinen großen Ertrag. Für Indoor-Grower funktionieren 3–10 Gallonen sehr gut.

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Nährstoffmanagement

Autoflowering-Cannabis-Pflanzen benötigen oft andere Nährstofflevel als photoperiodische Strains. Ihr schnelles Wachstum kann bei Überdüngung zu Nährstoffbrand führen, da sie in der frühen Phase hohe Nährstoffkonzentrationen oft nicht vertragen. Umgekehrt kann Unterversorgung Wachstum und Ertrag bremsen. Die richtige Balance aus Nährstoffen — besonders Stickstoff, Phosphor und Kalium — zu finden, kann schwierig sein, vor allem für neue Grower. Wir ergänzen unsere Erde früh gern mit hohen Stickstoffmengen.

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Schädlings- und Krankheitsmanagement

Alle Cannabis-Pflanzen können von Schädlingen und Krankheiten betroffen sein, aber Autoflowering-Pflanzen haben weniger Zeit, sich von Befall zu erholen. Früherkennung und schnelles Eingreifen sind entscheidend, da ein kleines Schädlingsproblem schnell eskalieren und die gesamte Kultur beschädigen kann. Regelmäßige Kontrolle und vorbeugende Maßnahmen wie eine saubere Anbauumgebung und organische Schädlingskontrolle werden dadurch noch wichtiger.

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Erntezeitpunkt

Den richtigen Erntezeitpunkt bei autoflowering Cannabis zu bestimmen, kann schwierig sein. Im Gegensatz zu photoperiodischen Strains zeigen Autoflowers nicht immer dieselben klaren Reifezeichen, etwa Farbveränderungen der Trichome. Zusätzlich können durch ihre Empfindlichkeit einzelne Pflanzen deutlich früher reif werden als andere. Grower müssen sich auf Erfahrung und genaue Beobachtung verlassen, was für neue Cannabis-Grower einschüchternd sein kann.

Sind Autoflower-Samen die Lösung?

Auch wenn viele glauben, Autoflowers seien die Lösung für alles, raten wir neuen und erfahrenen Growern gleichermaßen zur Vorsicht. Trotzdem können sie richtig spaßige Pflanzen hervorbringen — wie unsere Sour RNA Seedless, eine triploide Autoflower.