Häufige Cannabis-Mutationen
Häufige Cannabis-Mutationen
Mutationen können bei Cannabis aus vielen Gründen auftreten — Genetik, Stress oder einfache Zufälle während der Entwicklung. Manche sehen wild aus, einige können neutral sein, aber die meisten sind keine Merkmale, auf die man in Produktionsfeldern selektieren würde.
Unten findest du einige der häufigsten „seltsamen“ Merkmale, auf die Grower stoßen, und was sie in der Praxis meistens bedeuten.
Fasziation ist eine Mutation, bei der Stängel und manchmal auch Blüten abgeflacht, verbreitert oder „gestapelt“ wachsen — fast so, als wären mehrere Stängel miteinander verwachsen. Sie sieht dramatisch aus, ist aber normalerweise kein Produktivitäts-Upgrade. Häufig entsteht eher luftiges, fluffiges Wachstum, und durch schlechte Luftzirkulation kann das Schimmelrisiko steigen.
Foxtailing entsteht, wenn Blüten immer weiter neues Calyx-Wachstum in spitz zulaufenden Stapeln bilden. Es kann genetisch bedingt sein, wird aber spät in der Blüte auch häufig durch hohe Hitze oder starke Lichtintensität ausgelöst. In vielen Fällen ist es kosmetisch, kann aber den „fertigen“ Look der Buds reduzieren.
Panachierung zeigt sich als weiße oder gelbe Streifen und Flecken auf den Blättern. Manchmal ist sie genetisch, manchmal stressbedingt. Da die hellen Bereiche weniger Chlorophyll besitzen, kann starke Panachierung das Wachstum verlangsamen und die Vitalität reduzieren.
Statt der üblichen gegenständigen Nodien mit zwei Zweigen oder Blättern kann eine Pflanze drei oder mehr an einem Node entwickeln. Das ist eine interessante Abweichung und kann die Pflanzenstruktur verändern, bedeutet aber nicht automatisch höhere Erträge oder besondere Genetik. Es ist eine Entwicklungsmutation, die gelegentlich auftritt.
Albino-Gewebe besitzt kein Chlorophyll. Vollständig albino Sämlinge können deshalb normalerweise nicht langfristig überleben. Partieller Albinismus kann als helle Bereiche im frühen Wachstum auftreten. Für die Produktion ist es im Allgemeinen kein Merkmal, das man behalten würde.
Gelegentlich produziert ein einzelner Samen zwei Sämlinge. Das ist selten, kommt aber vor. Wenn beide lebensfähig sind, trennen Grower sie meist vorsichtig in einem frühen Stadium. Sonst konkurrieren sie um Wurzelraum und Ressourcen.